Welchen Sinn haben Gruppenarbeiten im KI-Zeitalter?

11:30–12:30 Uhr im Seminarraum AM S1

Workshop (60 Min.)
mit Johanna Schnurr, Sophie Jent
 

Gute Gruppenarbeiten galten lange als Königsdisziplin kollaborativen Lernens. Doch ihre Zukunft steht zur Disposition: Warum miteinander ringen, wenn KI-Agenten die Zuarbeit schneller, reibungsloser und ohne aufwändige Abstimmung erledigen? Auch für Lehrende ist das vielleicht ein verlockendes Szenario: weniger Betreuungsaufwand, weniger Bewertungsstress, weniger Konfliktmoderation, ….. ? Studierende  berichten schon jetzt davon, wie stark KI-generierte Ergebnisse ihre „Zusammenarbeit" prägen. Und wir Lehrende kennen einige „simulierte Ergebnisse“ aus Gruppenarbeiten.    
Aber: Sind wir dabei, etwas Entscheidendes zu verlieren? Sozialkompetenzen wie  Konfliktfähigkeit und gemeinsames Ringen um Lösungen zählen zu den Future Skills, die Studierende für Studium und Berufsleben brauchen. Wenn KI einen wachsenden Teil der eigentlichen Zusammenarbeit übernimmt, wer bzw. wie trainieren wir dann die Fähigkeit, mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten?  Ist die klassische Gruppenarbeit (endlich) ein Auslaufmodell oder erleben wir gerade ihre notwendige Neuerfindung?

In diesem interaktiven Workshop stehen neben dem Erfahrungsaustausch die gemeinsame Diskussion und Entwicklung zukunftsfähiger Gelingensbedingungen jenseits von Sozialnostalgie und Technikeuphorie im Fokus.